Auf Anfrage der Behörden hat die bci Betriebs-AG diesen Sommer das bestehende Bergerhoff-System zur Analyse der Luftqualität um acht Messstationen rund um die Deponie erweitert.
Verschiedene Mess- und Überwachungsprogramme der bci Betriebs-AG dienen der Sicherheit von Mensch und Umwelt während der Sanierung der Sondermülldeponie Bonfol. Die Luftimmissionen werden mittels Bergerhoff-System überwacht. Bei diesem Verfahren geht es darum zu messen, wieviel Staub an einem bestimmten Ort aus der Luft zu Boden fällt und, in einem zweiten Schritt, nötigenfalls Analysen durchzuführen.
Das Bergerhoff-System besteht aus speziellen Töpfen mit 10 Zentimeter Durchmesser, die auf einen freistehenden Stab montiert werden. Hierin sammeln sich Staubpartikel aus der Luft an. Das angesammelte Material wird regelmässig von der Firma inNET Monitoring AG aus Altdorf auf sogenannte chemische Leitsubstanzen geprüft, also auf typische Stoffe, die in der Deponie vorkommen. Durch die Auswahl dieser speziellen Substanzen wird eine Verfälschung der Ergebnisse durch z.B. alltäglichen Strassenstaub oder andere Einflüsse verhindert.
Seit 2008 betreibt die bci Betriebs-AG vier Messstationen in der weiteren Umgebung der Deponie. Diesen Sommer kamen auf Anfrage der Behörden acht neue Stationen auf dem Deponieareal hinzu. „Die neuen Messstationen sollten möglichst nahe bei der Quelle möglicher Emissionen stehen“, erklärt Damien Kurc, Umweltschutzbeauftragter der bci Betriebs-AG. „Auch die Hauptwindrichtungen spielten bei der Plazierung der Töpfe eine wichtige Rolle. So befinden sich die neuen Messstationen jetzt vor allem im Nordosten und Südwesten der Sanierungshallen“, erläutert Kurc weiter.
Einmal im Monat führt inNET mit dem angesammelten Material von definierten Standorten Analysen durch. Die Ergebnisse werden auf der Website der bci Betriebs-AG veröffentlicht und mit den Vertretern des jurassischen Umweltamtes ENV besprochen. Die Analysen zeigten bisher keine Auffälligkeiten.